NotarNotar

Aufgaben der Notare

verfuegungNotare und Notarinnen führen ein öffentliches Amt und übernehmen hoheitliche Tätigkeiten. Anders als Rechtsanwälte besteht ihre Aufgabe nicht darin, streitigen Parteien als parteiischer Berater zur Verfügung zu stehen, sondern Notaren obliegt es, mit den Beteiligten Vertragsgestaltungen zu erörtern und Lösungen vorzuschlagen, die dem Willen aller, an der Urkunde  Beteiligten entsprechen.

Notare haben einen Amtssitz, der im Gerichtsbezirk Berlin dem Gebiet des Landes Berlin entspricht. Der Wohnort des an der Urkunde Beteiligten ist für die Auswahl der Notare unabhängig; der Notar darf Beurkundungen nur an seinem Amtssitz vornehmen.

Nachfolgeregelung / Schenkung / Testament / Erbvertrag

Es gibt Rechtsgeschäfte, die in besonderer Weise wirtschaftliche Folgen für die Beteiligten haben, weshalb der Gesetzgeber für solche Art von Verträgen zwingend die Form der Beurkundung vorgeschrieben hat. Die Mitwirkung eines Notars ist daher zum Beispiel vorgeschrieben für

Grundstückangelegenheiten / Gesellschaftsverträge / Gründung von Unternehmen

grundstueckDer Notar berät und belehrt die Beteiligten bei Grundstückskaufverträgen oder sonstigen Übertragungen und Belastungen von Grundbesitz über den Vertragsinhalt, die Absicherungen des Verkäufers und des Käufers im Hinblick auf Sicherung des Kaufpreises und Eintragung des Käufers als neuer Eigentümer im Grundbuch. Im Rahmen seiner Unparteilichkeit hat er sicher zu stellen, dass unerfahrene Käufer bei Abschluss von solchen wesentlichen Grundstücksgeschäften nicht benachteiligt werden.

 Vorsorgevollmacht/ Patientenverfügung

Es gibt zahlreiche Verträge und Erklärungen, die keiner notariellen Beurkundung bedürfen. Dennoch empfiehlt es sich häufig, auch solche nicht formbedürftigen Erklärungen von einem Notar beurkunden zu lassen. Dies ist insbesondere bei weit reichenden Angelegenheiten empfehlenswert, wie zum Beispiel bei der Errichtung von Testamenten, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.

Mit Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen kann der Beteiligte dafür sorgen, dass der von ihm Bevollmächtigte oder auch staatliche Betreuer ausschließlich nach dem Willen des Erklärenden im Falle eingetretenen Eigenwilligungsunfähigkeit.